Wingsbacher Hochzeitsbilder
Wir sind bestrebt, auf dieser Homepage immer wieder neue Bilder oder Texte zu zeigen,
Die Familien Hackl / Hackl / Löffler Wir schreiben den 27. Mai 1950, als Elli Hartwig aus Strinz ihren Franz Hackl heiratet. Damals trug man doch schon weiße Kleider zur Hochzeit? Die Frage beantwortet Tochter Irmtraud ganz einfach: “ Ich war ja auf dem Bild schon unterwegs und damals wurde unter solchen Umständen kein weißes Kleid geduldet, stand die Farbe weiß doch für die Unschuld.” Ja, strenge Sitten anno 1950. Sehr geschickt wurde bei Ellis Kleid die Taille nach oben verschoben, um dadurch das vorhandene Bäuchlein zu kaschieren. Dafür durfte der Schleier weiß und sehr lang sein. Nähtechnisch verschiebt man die Taille heute noch genau so, allerdings würden die Bräute von heute sich weder ein schwarzes Kleid vorschreiben lassen, noch ihr Kind verbergen wollen. Irmtraud heiratet ihren Normann, der sich wie sie mit Nachnamen Hackl schreibt am 8. Dez 1973. Schlichte Eleganz war Mode und sie steht der jungen Braut gut zu Gesicht. Ein glatter Duschesse Stoff, ein schmal geschnittenes Kleid, dessen Hingucker die Trompetenärmel aus Spitze sind. Diese Spitze findet sich im Saum wieder. Normann wählte einen dunkelblauen Anzug, der den Stil der siebziger Jahre gut zeigt. Das Sakko hat ein großes Revers, ist körpernah tailliert, hat aufgesetzte Taschen und ist (auf dem Foto gut zu erkennen) vorne abgerundet.
2000 - das Jahr in dem sich Ariane und Stefan das Jawort gaben verkörpert wieder eine ganz andere Zeit und Mode. Der Stoff aus dem Arianes Kleid geschneidert wurde ist die Wildseide. Das Korsagenoberteil wurde mit Spitzenstoff überzogen und die angekrausten Ärmel sind nur aus Spitze. Der Clou zum Kleid sind die Handschuhe ohne Finger. Stefan trägt einen dunkelgrauen Anzug. “ Hat Stefan sich bewußt gegen die übliche Fliege entschieden?”, frage ich Ariane. “ In Franken braucht man keine Fliege um zu Heiraten und außerdem hätte ich ihn mit Propeller nicht genommen.” Am 13. Mai wurde standesamtlich geheiratet. Die Katholische Trauung fand am selben Tag in der St. Nikolaus Kirche ebenfalls in Windheim statt.
Sabine Wagner geb. Fiuk & Thomas Wagner, Juli 1990 |
Petra Reininger geb. Lowin & Gregor Reininger, Sept 1992 |
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Die Brautkleider in den 90zigern eindeutig "Duchesse-Stil", was bedeutet: Korsagenoberteil bei Sabine mit Schleifen, die sich im Rockteil als Raffhalter wieder finden. Oft auch mit Perlen bestickt, oder über dem Duchesseunterstoff befindet sich noch eine Lage Spitzenstoff. Ein weiter Rock mit Reifunterrock ist dazu ein Muss. Bei Petra ein schmal geschnittenes Oberteil mit betonten Ãrmeln, hier haben wir als Oberstoff Spitze, der Rockteil weitet sich erst ab der Hüfte.
Die Familie Borowski / Ungethüm
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Die Großeltern Liselotte Borowski geb. Keis & Bernhard Borowski; 13.01.1951
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Die Eltern Ingrid Ungethüm geb. Borowski & Joachim Ungethüm; 13.09.1969
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Stefanie & AndreaS Hahn 22.05.1993
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Claudia & Stefan Ungethüm 02.08.1997
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Dagmar & Rainer Ungethüm Juni 1996
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Lieselottes Kleid war von Schneidermeister Pawek gearbeitet und hatte als Besonderheit kleine Myrtenkränzchen auf dem Rock aufgenäht (unterhalb des Straußes zu erkennen). Bernhard trug einen Cut mit Zylinder (nicht jeden Mann kleidet diese Kombination) Ingrid war süße siebzehn Jahre alt, als sie sich mit Joachim traute, aber da gewisse Umstände ihr keine Wahl ließen, kann man rückblickend sagen: "Jung gefreit hat nie gereut." Ihr Kleid hochgeschlossen mit halsfernem Rollkragen, über dem Duchessekleid eine Schleppe aus Spitze. Das Blumenkind ist Marion Petri. Stefanie, Dagmar und Claudia haben in den 90zigern geheiratet und sich eigentlich alle drei für den gleichen Kleiderstil entschieden: Tailliertes Oberteil mit halbem Arm und Reifrock, alle Duchessestoff mit Spitze bestickt. Stefanie mit Hut, Dagmar mit Schleier und Claudia nur mit einer Blüte im Haar. Die Männer: Stefan und Andreas im Dunkelblauen und Rainer im Schwarzen Anzug.
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Eltern von Kerstin Lydia Kilian geb. Schneider & Walter Kilian 16.2.1952
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Kerstin Kay geb. Kilian & Horst Kay Mai 1991
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Eltern von Karin Marianne Nieznanski geb. Wink & Stanislaus Nieznanski 13. 10.1951
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Karin Nieznanski-Hieß geb. Nieznanski & Erwin Hieß geheiratet am 05.03.1982
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1951 wurden die ersten kurzen Schleier zum Brautkleid getragen. Dagegen war 1982 die Brautmode recht üppig: weite Reifröcke und Puffärmel für schmale Taillen waren „en vogue“. Kleid Karin bei nur 154 cm Größe, da ist Trick 17 gefragt. Also wurde aus fünf Schnitten ein Kleid geschneidert, was den Umständen entsprach und weiß sollte es auf keinen Fall sein!
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Marion Petri geb. Keis & Norbert Petri 01.06.1983
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Anja Petri geb. Grissel & Andreas Petri 18.11.1989
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Regina Zimpelmann geb.Petri & Ralf Zimpelmann 10. 06.1999
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1982/83 waren Kleider mit Tüll Überkleid gefragt. Z .B .Eine zierliche Corsage und ein weit ausgestellter Rock, alles aus Satin und darüber das Tüllkleid. Zwischen dem Bild Anja & Andreas und Regina & Ralf liegen genau 10 Jahre. Bei Anja kommt die Mode der End- 80ziger Jahre voll zur Geltung. Pompöse Ärmel, Kleid mit Reifrock, Tüllunterrock und geraffter Oberstoff. Reginas Kleid ist im Empirestil geschnitten mit einer passenden Frisur aus dieser Epoche. Empire: Kennzeichen dieser Stilrichtung ist, das stark verkürzte Oberteil. Der Rockansatz befindet sich direkt unterhalb der Brust. Das Oberteil ist figurbetont. Der Rock fällt in mäßiger Weite nach unten. Für diese Modelle werden oftmals fließende Stoffe verwendet in schlichter Verarbeitung.)
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Gertrud Hieß geb. Schneider & Reinhold Hieß 27.04.1956
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Uschi Hieß-Mestermann & Horst Hieß 10.05. 2002
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Gertruds Kleid ist extra für sie geschneidert, Mitte der 50ziger gab es schon wieder Stoffauswahl. Besonders zu beachten: die Ärmel, sie sind der Bell Epoque, Anfang des 20 Jh. ähnlich. Der Oberarm leicht aufgebauscht, während der Unterarm eng anliegt. Auch hier ein Unterkleid und eine Art Voillé als Oberstoff. Uschi und Horst heirateten standesamtlich im Wehener Schloß. Für Uschi sollte es ein Kleid sein, aber bitte kein Weißes. Anthrazitfarbener Chiffon und als Farbtupfer ein cremefarbenes Tuch und passender Hut.
Roy Susanne geb. Füll und Marcus Roy 1997
Susanne Füll ein Wingsbacher Mädchen heiratet 1997 ihren Marcus. Sie sind Wingsbach treu geblieben und haben sich ihr eigenes Nest gebaut. Susannes Kleid: Weiter Duschesse Rock, Korsagen Oberteil, mit schulterfreier Rundpasse. Die apriokfarbenen Rosen waren ihr sehr wichtig, sie wurden auch in der Frisur verarbeitet. Marcus trägt einen dunkelblauen Smoking mit farblich abgesetztem Revers, und als Clou eine gemusterte Weste und passende Fliege.
Heep Anette und Udo 1998
Udo Heep ist auch in Wingsbach aufgewachsen, wohnt aber jetzt mit seiner Familie im Schwarzwald. Sie heirateten 1998. Anettes Kleid ist schmal geschnitten aus fließendem Georgette, der Rockteil wirkt durch zwei Längenabstufungen verspielt. Der strenge viereckige Ausschnitt bekommt Grazie durch den Spitzenstoff des Oberteils und besticht durch ungefütterte Ärmel. Udo trägt einen klassischen Smoking Anzug in schwarz und eine silbergraue Fliege zum Smokinghemd. Ungewöhnlich: Nicht nur die Braut hält einen Brautstrauß auch der Bräutigam trägt eine Rose? Nicht ungewöhnlich sondern: Die Rose war das Wilkommenszeichen der Brautmutter an die junge Braut.
Fam Feix / Honadel
Wilma geb. Kugelstadt & Paul Feix geh. 1956, Nicole´s Eltern Ein hochgeschlossenes Taftkleid mit kleinem Bubikragen und einer Schleife auf dem vorderen Rockteil. Im Haar ein Reif mit Stoffblüten und einem kurzen Schleier. In den fünfziger Jahren wurde auch immer noch irgendwie ein Myrtenkränzchen oder Sträußchen eingearbeitet. Bei Wilma am Bubikragen. Die Myrthe gilt nach altem Glauben als Symbol der weiblichen Reinheit und Liebe. Myrtenblätter sollen Liebe und Jugend erhalten. Heute findet man ein Myrtenkränzchen nur noch bei den Kommunionkindern.
Nicole Honadel geb.Feix & Dirk Honadel geh. 30.05.2003 Ein schlichtes langes Satinkleid mit Spaghettiträgern. Das Bustier spitzenüberzogen und tailliert. Blickfang am spitzen Rückenausschnitt beginnend sind Stoff bezogene Knöpfe.
Fam Martin / Jackelsberger
Hilde und Helmut Martin, geh. 04.04.1967, Ilkas Eltern Ein typisches Brautkleid der sechziger Jahre, obwohl es viele Bräute gab die im kurzen Kleid vor den Traualtar gingen hat sich Hilde für die lange Version entschieden. Die Mode war zu dieser Zeit ohne viele Schnörkel, nicht dass man kein Geld oder keinen Stoff gehabt hätte wie noch in den frühen fünfziger Jahren, man wollte sich bewußt von „altem Ballast“ befreien, schlicht und modern sollte es sein.
Ilka Jackelsberger geb. Martin und Stefan Jackelsberger geh. 14.09.1996 Sie heirateten am 14.9.1996 in der Schloßkirche zu Bad Mergentheim. Ilka: „Im Haar trug ich einen breiten Haarreif, an den ich für die kirchliche Trauung einen Schleier gesteckt hatte, der für die anschließende Feier praktischer Weise abgenommen werden konnte. Das Kleid ist in A- Linie, einteilig geschnitten und hat ein komplettes Spitzenoberteil, das nur an den Armen nicht unterfüttert ist.“
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Johann und Edith Noll (geb. Ahr) 16.05.1970
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Axel und Christina Feldmeier 19.08.1995
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Thomas Becker und Manuela Noll-Becker 03.11.2006
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Die siebziger Jahre, die Zeit der Hippies und Blumenkinder, haben Edith nicht sonderlich beeindruckt. Für sie sollte es ein schlichtes Kleid sein. schmal geschnitten und mit einem leicht ausgestellten Rock besticht es mit einem Überstoff aus Spitze. Der halblange Tüll Schleier unterstreicht den schlichten Stil perfekt. Geheiratet wurde in Kettenbach, denn Hans Noll stammte aus Hausen über Aar und dort gibt es keine Kirche. Christinas Kleid entspricht in keinem Fall dem Stil der 90 ziger Jahre und das war so gewollt und fast könnte man meinen der Geschmack des "schlichten Stils" habe sich weiter vererbt. Nein, nicht ganz. Denken sie an meinen Spruch "jede Braut findet immer genau das Kleid was zu ihr paßt". So fand auch Christina nach langem Suchen ein Kleid im Stil der 90 ziger, fließender Durchesse Stoff mit Reifrock, aber ohne Schleifen und gerafftem Tüll. Es kleidete sie wundervoll und der üppige Brautstrauß paßte prima dazu. Sie heirateten in Bleidenstadt, es sollte eine "richtige, eine alte Kirche" sein. Pfarrerin Wentland traute die Beiden in der Kirche“ St. Peter auf dem Berg". Manuela und Thomas heirateten erst mal standesamtlich im Wehener Schloss. Manuela trug einen weißen Hosenanzug mit Gehrock und eine Chiffonbluse. Das schwarze glatte Haar wurde kunstvoll geflochten und gesteckt und mit einzelnen Stoffblüten und Perlen verziert. Thomas wählte eine Kombination in einem Rotton mit passender Krawatte.

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"Kirchliche Hochzeit 03.11.2007 in mittelalterlicher Robe, das ist nämlich das Hobby der Beiden."
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Silke Imhof geb.Lenhardt und Thomas Imhof geh. am 04.April 2008
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Hochzeitszimmer im Schloss zu Wehen, 04. April 2008 Das Paar mit der Registernummer 12 hat sich eingefunden. Das bedeutet zwölf Paare, trauten sich im Jahr 2008 schon vor den Standesbeamten. Silke und Thomas - gesucht und gefunden. Ja, super und ein Baby ist auch bald da. Silkes Kleid ist schlicht und integriert die besonderen Umstände perfekt, da die Taille unterhalb der Brust liegt. Sozusagen Empire Stil Ein Taftunterkleid mit einem Chiffonoberstoff, der dem ganzen trotz Umständen Zartheit verleiht. Thomas wählte einen braunen Anzug, denn die Farbe Braun ist seit dem letzten Herbst wieder sehr gefragt.
Familien Kugelstadt/ Schmidt/ Nascimben Wie die Mutter - so die Töchter! Man sieht aus welchem Hause sie stammen. Ulla und Willi Kugelstadt heirateten am 31.3. 1967. Das Modethema dieser Zeit hatten wir ja schon mal angesprochen: ” Das Brautkleid musste schlicht und einfach sein.” In die Duiponseide von Ullas Kleid sind Blumenornamente eingewebt und zur schlichten Eleganz passen der Bibikragen und die Perlenknöpfe am Oberteil. Der Clou ist zweifelsohne die “Pillbox”, das kleine Hütchen, welches am Hinterkopf plaziert wurde, damit die toupierte Aussenwelle auch zur Geltung kam. Das Wort Hut kommt aus dem Mittelhochdeutschen “huote” - bedeutet Schutz oder Obhut. Die hochtoupierten Frisuren der sechziger Jahre verdrängten nach und nach diese Modeerscheinung. Petra und Steffen Schmidt trauten sich erst nach der Geburt der beiden Kinder. Sie holten sich am 20.08.2005 in Bleidenstadt in “St. Peter auf dem Berg” von Pfarrer Malon den kirchlichen Segen. Petra stellte die gleichen Ansprüche wie ihre Mama: “ Nur nichts Pompöses, das wäre nicht ich.” Ein Duchessekleid mit Spitzenübershirt bestickt mit Perlen, die auch als Verschluss dienten. Petra:” Nur mit einer Häkelnadel haben wir die Knopf - Geschichte hinbekommen.” Steffen wählte die Abkürzung, er trug seinen Anzug von der standesamtlichen Trauung noch einmal. Sandra und Remo Nascimben heirateten am 5.6.1997. Sandra war für heutige Verhältnisse “ relativ jung” gerade 25 Jahre, was wie man bei den Beiden sieht, kein Nachteil war. Bei ihrem Kleid ist klar der 90ziger Jahre - Stil zu sehen. Reifrock, Spitzenoberteil, Schleier und eine grosse Schleife als Abschluss des Oberteils. Remo trägt einen dunkelblauen Anzug, dazu paßt die Dreiecksfliege mit Zierstein.
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Zuletzt bearbeitet am 01.09.2017
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